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Esst mehr Obst!

Fotos: garnstudio.com (1), mrprintables.com (2), Sandra Cantzler (3), Haba (4), mrprintables.com (5)

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Liebevoll belegte Sandwiches, Müsli, Joghurt, Obstsalat? Kann dem großen Kind alles gestohlen bleiben, wenn es um sein Schulfrühstück geht. Seit dem ersten Schultag kommt ihm nur eines in die Brotdose: Ein Apfel, hübsch ordentlich in Viertel geschnitten. Beim Anblick des kargen Mahls (und beim gelegentlichen Blick auf die üppig gefüllten Dosen seiner Mitschüler) plagt mich jedes Mal das schlechte Gewissen. Aber alle Versuche, den Apfel etwas aufzurüschen, sind fehlgeschlagen. Ob Rosinen, Cracker oder kleine Salzbrezeln – alles kam wieder zurück beziehungsweise wurde irgendwann von mir im Zustand fortgeschrittener Auflösung aus dem Schulranzen gezogen. Von daher bleibt es beim Apfel.

Der Rest der Familie weiß Finkenwerder Herbstprinzen, Boskops und Elstar ebenfalls durchaus zu schätzen. Fast täglich wandert ein Apfel auch bei mir mit ins Büro, für die Mittagspause (in Kombination mit Banane und Walnüssen) oder als Anti-Schokoladen-Snack (funktioniert leider nur eingeschränkt). Je nach Jahreszeit landen bei uns außerdem noch kiloweise Trauben, Mandarinen, Erd-, Blau- und Himbeeren, Kiwis sowie Aprikosen in der Obstschale. Und im Sommer natürlich Wassermelonen… Kein Wunder also, dass das kleine Kind besonders gerne Obst und Gemüse serviert, wenn es sich an seinen Spielherd stellt.

Von Apfel bis Zitrone gibt es so gut wie alle Obst- und Gemüsesorten im Spielzeugladen fertig zu kaufen. Für alle, die etwas Zeit und Lust aufs Basteln beziehungsweise Häkeln und Nähen haben, gibt es alternativ im Netz etliche kostenlose Anleitungen für Spielobst aus Eigenproduktion:

1: Obst am Haken: Auf der Seite des Wollherstellers Drops finden sich Häkelanleitungen für allerlei Obst und Gemüse. Alle sind ganz einfach nachzuhäkeln und eine gute Möglichkeit, um größere Wollreste zu verwerten.

2: Resteverwertung: Pompom-Obst sorgt dafür, dass auch Wollreste eine leckere Bestimmung finden. Die Anleitungen für die kleinen Früchtchen gibt es ebenfalls bei Mr. Printables – sehr detailliert, aber trotzdem nicht ganz einfach und vor allem nix für Ungeduldige!

3: Endlich Erdbeerzeit: Dank Erdbeeren wissen meine Kinder, was “Geduld haben” ganz konkret bedeutet. Gefühlt stehen Erdbeeren seit kurz nach Weihnachten in der Obstabteilung des Supermarkts. Aber wir warten ab. Woche für Woche. Bis es mit viel Glück Ende Mai, meistens aber erst im Juni die richtig leckeren Erdbeeren gibt, die nicht erst durch halb Europa gekarrt werden mussten. Ab dann wird reingehauen, weiß ja keiner, wie lange das Vergnügen dauert – und wie lange dann wieder auf die nächste Saison gewartet werden muss. Die Erdbeeren für die Kinderküche habe ich nach einer Anleitung aus der Nido aus Filz selbergenäht. Leider ist die Anleitung nicht mehr online. Alternativ finden sich aber hier zahlreiche Anregungen für genähte und gehäkelte frische Vitamine.

4: Großeinkauf: Die volle Ladung Vitamine, ohne Bastelei und praktisch im Einkaufsnetzt verpackt – zum Beispiel von Haba.

5: Tutti frutti: Bei Mr. Printables gibt es die leckersten Früchte aus Papier. Die “Play Fruit Templates” für Bananen, Wassermelonen, Erdbeeren und Co. können gratis auf der Seite heruntergeladen und dann ausgedruckt werden. Anschließend ausschneiden, zusammenkleben und reinbeißen!

Veröffentlicht von

Sandra, Texterin und Mutter, lebt mit Ellie, Mo und Christoph in Hamburg

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