Erfüllung finden, die eigenen Talente entfalten und selber Chef sein: Für Frauen sind das die wichtigsten Gründungsmotive. Grafik: HypoVereinsbank
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Selbstständig mit Kind: Weshalb ich ein Mompreneur wurde

Ich bin das, was man seit einiger Zeit als “Mompreneur”: Mütter, die aus der Elternzeit nicht mehr in die Festanstellung zurückkehren, sondern ihr eigenes Unternehmen gründen. Bei mir fiel der Start in die Selbstständigkeit mit der Geburt von Kind Nummer 2 zusammen. Darüber nachgedacht hatte ich allerdings schon viel länger. Zum einen, weil es schon mit einem Kind schwierig war, starre Arbeitszeiten und Familienleben unter einen Hut zu bekommen. Zum anderen, weil mir durch meine Teilzeitstelle jegliche Entwicklungsperspektive in meinem Job fehlte. Trotzdem fehlte mir das letzte Stückchen Mut, den Sprung zu wagen – ich brauchten erst den entscheidenden Anstoß von außen.[Weiterlesen]

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“Stimmt das eigentlich, Mama?”: Alltagsirrtümer und was dahinter steckt

Stimmt's - oder doch nicht? Christian Dreller geht in seinem Vorlesebuch für Kinder ab 4 Alltagsirrtümern auf den Grund. Foto: Heinrich Ellermann Verlag

Stimmt’s – oder doch nicht? Christian Dreller geht in seinem Vorlesebuch für Kinder ab 4 Alltagsirrtümern auf den Grund. Foto: Heinrich Ellermann Verlag

Ganz ehrlich – wisst Ihr das: Hatten Wikinger wirklich Hörner an den Helmen? Mögen Regenwürmer Regen? Und sind Raben tatsächlich schlechte Eltern? Manchmal stellen uns unsere Kinder die tollsten Fragen. Meist können wir sie ja auch beantworten. Aber ab und zu zweifelt man selbst, ob das, was allgemein als richtig gilt, auch richtig ist. Alltagsirrtümer nennt der Autor Christian Dreller solche Dinge und räumt in seinem Vorlesebuch “Haben Elefanten wirklich Angst vor Mäusen?” ordentlich damit auf.[Weiterlesen]

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In Hamburg regnet es nicht…

Fotos: zalando.de (1 und 2), tausendkind.de (3,4,5,6 und 7)

Fotos: zalando.de (1, 2, 3 und 4), tausendkind.de (5, 6 und 7)

…das ist nur feuchte Luft. Habe ich neulich auf einer Postkarte gelesen. Hamburger behaupten ja auch sehr gerne, dass das Wetter in Hamburg viel besser ist, als immer gesagt wird. Und zitieren dazu obskure Sonnenstundenstatistiken, nach denen die Sonne hier viel öfter/länger/heller scheint als etwa in München. Als aus dem Süden Zugezogene kann ich dazu nur sagen: Das ist absoluter Blödsinn. In Hamburg regnet es oft, lange und heftig. Am schlimmsten ist der sogenannte Sprühregen. Hört sich harmlos an, macht einen aber innerhalb kürzester Zeit nass bis auf die Haut. Nachdem der mich das erste Mal erwischt hatte, habe ich mir umgehend eine solide Regenjacke zugelegt.[Weiterlesen]

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Ordentlich spielen: “Wo sind meine Schuhe?”

Aufräumen kann Spaß machen: "Wo sind meine Schuhe?" Foto: Selecta

Aufräumen kann Spaß machen: “Wo sind meine Schuhe?”
Foto: Selecta

Die Pullover liegen Kante auf Kante, die Socken alle ordentlich in einer Box und auch sonst herrscht im Kleiderschrank des kleinen Kindes eine Ordnung, bei der mein eigener Schrank nicht mithalten kann: Das kleine Kind liebt es ordentlich und räumt ausgesprochen gerne auf – schon immer, da mussten wir erziehungsmäßig nicht wirklich etwas dafür tun. Seit kurzem kann sie ihre große Leidenschaft nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Spiel ausleben: Bei “Wo sind meine Schuhe?” darf nach Herzenslust und in ganz unterschiedlichen Varianten aufgeräumt werden.[Weiterlesen]

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Ich, Du hast jetzt einen Termin mit mir!

Fest eingeplant: Meine Termine mit mir selbst. Foto: Sandra Cantzler

Fest eingeplant: Meine Termine mit mir selbst. Foto: Sandra Cantzler

Theoretisch habe ich als Selbstständige alle Freiheiten. Ich bin mein eigener Chef. Niemand sagt mir, wann ich am Schreibtisch zu sitzen haben. Keiner guckt blöd, wenn ich am frühen Nachmittag das Büro verlassen. Wenn ich Lust auf einen Home-Office-Tag habe, dann bleibe ich halt zu Hause. Nicht zu vergessen das entspannte Mittagessen mit befreundeten Freiberuflern. Oder ein nettes Kaffeetrinken am Morgen. Und klar, wenn mir mal nicht nach arbeiten ist, kann ich mir einfach so einen Tag freigeben. Hört sich gut an, oder?[Weiterlesen]

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Mach Dich mal locker, Hase!

Ostern zum Selbermachen: Lämmchen von purlbee.com, Hühnerfamilie von eyecandy, Strickhase von Lana Grossa, bemalte Holzeier à la my poppet, Ausstechförmchen von Blueboxtree.

Ostern zum Selbermachen: Lämmchen von purlbee.com, Hühnerfamilie von eyecandy, Strickhase von Lana Grossa, bemalte Holzeier à la my poppet, Ausstechförmchen von Blueboxtree.

Ostern fand ich schon als Kind toller als Weihnachten. Die Geschenke waren zwar in der Regel viel, viel kleiner – aber dafür gab es die spannende Suche. Und je ausgeklügelter die Verstecke des Osterhasen (aka meine Mutter) wurden, desto größer wurde die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwo was vergessen hatten – und es dann im Laufe des Sommers in einem Busch oder einem Baum fanden… Als Erwachsene mag ich Ostern so sehr, weil es wesentlich entspannter ist als Weihnachten. Keine wochenlangen Vorbereitungen, keine langen Listen mit Geschenkewünschen, kein Deko-Wahnsinn allerorten.[Weiterlesen]

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Ich, das Orga-Genie

Überpünktlich: Bei der Faschingsproduktion liege ich dieses Jahr mehr als im Plan.

Grrr! Fuchs Nummer 1 ist fertig – fehlt noch das Outfit für das große Kind.

Es ist eines der ersten Dinge, die ich als berufstätige Mutter gelernt habe: Puffer einbauen. Arbeitstechnisch bedeutet das, am besten immer eine, besser noch zwei oder drei Wochen vorgearbeitet zu haben. Man weiß ja nie, ob das Kind nicht gleich morgen Scharlach bekommt. Oder man selbst. Im Falle eines Falles muss man sich dann zwar immer noch die blöden Kommentare von Chefs und Kollegen anhören, ist aber nicht ganz so gestresst.

Beruflich klappt diese Orga-Meisterleistung seit Jahren bestens. Privat sah das bislang allerdings ganz anders aus. Da kamen bisher Weihnachten, Ostern und sämtliche Geburtstage doch immer sehr überraschend. Das Faschingskostüm für die Kinder habe ich in der Regel hektisch in der Nacht vor dem Kita- oder Schulfest zusammengedengelt (Textilkleber ist eine feine Sache!). Aber 2014 wird vieles ganz anders gemacht. Auch die Organisation. Weshalb ich unglaublicher Weise bereits Anfang Februar das kleine Kind in seinem Fuchskostüm präsentieren kann.

Den Fuchs hat sich das Kind schon seit dem Herbst gewünscht. Immer wieder. Entsprechend glücklich ist es mit seinem neuen Outfit. Am liebsten hätte sie es sogar nachts angelassen, weil es so kuschelig ist. Zum Fasching wird sie es allerdings nicht anziehen. Da nimmt sie dann lieber das Kostüm vom Vorjahr und fliegt wieder als pinke Fee ein…

Die Vorlage für die Maske findet Ihr übrigens auf butterflyfish. Statt aus Papier habe ich sie aus Filz bzw. einem Moltontuch genäht. Für Pullover und Hose habe ich mir Schnitte aus der aktuellen Ottobre herausgesucht. Die Nickistoffe kommen von Stoff&Stil.

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Der Cowboy und die Lady

Foto: Sandra Cantzler

Foto: Sandra Cantzler

Wir waren übers Wochenende mal kurz weg. Drei Tage im Wilden Westen, mit Kind, Kegel und zwei Planwagen. Wobei sich der schwerbeladene Treck immer vom Kinder- ins Wohnzimmer und zurück bewegte. Für den Cowboy und seine Lady war es ein echter Fulltime-Job. Morgens aufwachen und dann losreiten, bis in den Sonnenuntergang beziehungsweise bis der Sheriff (aka Mama) sagt: „Good night, sleep tight!“

Begonnen hatte die Reise damit, dass das große Kind eine Woche lang krank war. Das kleine Kind blieb aus Solidarität ebenfalls zu Hause, um den Bruder „gesund zu machen“. Anfangs wurde noch viel nach Fernsehen, Süßigkeiten etc. gefragt. Oder Mama/Papa waren im Dauereinsatz für diverse Dienstleistungen. Doch dann fing sich die Sache irgendwann an einzupendeln. Das große Kind setzte sich seinen Cowboyhut auf, stieg aufs Schaukelpferd und los ging’s.

Was folgte, war ein Spiel, das sich mehr und mehr über die gesamte Wohnung erstreckte. Weil man als Cowboy ja nicht nur ein Pferd braucht, speziell wenn noch eine kleine, aber umso anspruchsvollere Lady mit von der Partie ist. Die Lady hüpfte übrigens mit wachsender Begeisterung auf ihrem Gummipferd durch die Prärie. Beide Reittiere mussten zwischendurch aber auch als Lastesel herhalten und die schwer beladenen Planwagen ziehen. Die hatte das große Kind aus Stühlen, Hockern, Decken und jeder Menge Seil konstruiert.

Geschlafen wurde im Cowboy-Lager im Wohnzimmer auf Schaffellen rund ums Lagerfeuer. Auch das eine Spezial-Konstruktion des großen Kindes: Taschenlampe an und rotes Geschenkpapier obendrüber, schon wird es gemütlich! An Tag zwei wurde die Feuerstelle dann noch optimiert. Für die Lady wurde ein über dem Feuer hängender Topf installiert, damit sie für die ganze Bande kochen kann (es gab überwiegend gelbe Gummieier – zweckentfremdet aus diesem wirklich sehr lustigen Spiel)

Zwischendurch hat das große Kind in seinem Cowboy-Buch immer mal wieder nachgelesen, ob sie auch wirklich alles richtig machen oder etwas vergessen haben. Zum Beispiel sowas wichtiges wie Lassowerfen. Muss ein Cowboy unbedingt können. Deswegen wurde solange trainiert, bis der Mustang endlich eingefangen war.

Wofür die Cowboys absolut keine Zeit hatten, waren Mahlzeiten. Konnten die Eltern in diesem Fall auch absolut verstehen. Aber von Gummieiern allein lässt es sich natürlich auch nicht leben. Deshalb sind dann auch Mama und Papa mit in den wilden Westen gezogen, im Gepäck das Essen. Und dann sind wir alle zusammen ums Lagerfeuer gesessen und haben es uns schmecken lassen. War sehr lecker und vor allem sehr lustig!

Fazit: Manchmal ist es wirklich gut, so viel zu tun zu haben, dass man seine Pläne nicht umsetzen kann. Denn dann wären die stolzen Pferde schon in der vergangenen Woche auf den Speicher gepackt worden (weil sie seit Ewigkeiten nur in der Ecke standen und dafür einfach zu viel Platz weggenommen haben). Weitere Erkenntnisse: Schlechtes Wetter kann auch richtig gutes Wetter sein. Und: Nein, Kinder sterben nicht, wenn sie mal ein paar Tage nicht „an der frischen Luft“ gewesen sind. Vielleicht haben die Nerven der Nachbarn etwas mehr gelitten als üblich, aber beide Kinder haben sich auch drinnen bestens ausgetobt und sind abends müde, aber ziemlich glücklich eingeschlafen…